FAQ

An wen richtet sich das Therapieangebot?

Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen ab 4 Jahre, entwicklungsverzögerte Kinder und Jugendliche, Senioren. Geeignet ist diese Art der Therapie aber auch für Menschen nach schwerer Krankheit/Operationen, die sich in der Rekonvaleszenz befinden. Der Aufenthalt in der Natur verbunden mit leichter körperlicher Belastung (z.B. bei einem Lama-Spaziergang) zusammen mit den Tieren fördert u.a. das schnellere "Wiederankommen" in der Normalität des Alltags.

Wie lange dauert eine Sitzung?

Eine Therapiestunde dauert in der Regel 50-60 Minuten; bei Personen, deren Aufmerksamkeitsspanne sehr begrenzt ist, kann auch eine Verkürzung der Einheiten sinnvoll sein. Über den gesamten Therapieverlauf sind keine pauschalen Angaben möglich, doch beträgt die durchschnittliche Behandlungsdauer bei einer Therapiestunde pro Woche etwa sechs Monate.

Welche Verbesserungen soll die Tiergestützte Therapie beim Patienten erzielen?

Zu den zentralen Richtzielen ist der Gewinn an Selbstvertrauen und Selbstständigkeit sowie die verbesserte soziale Handlungskompetenz zu zählen. Bei Patienten mit körperlichen Einschränkungen soll eine deutlich verbesserte Motivationslage (auch für eventuell schmerzhafte Bewegungen) erzielt werden, bei entwicklungspsychologischen Problemen hingegen sind ein wachsendes Verantwortungsbewusstsein und Einfühlungsvermögen für andere Lebewesen wesentliche Therapieziele. Die Tiergestützte Therapie schafft optimale Lernvoraussetzungen; durch die Interaktion von Mensch und Tier (z.B. in Form von Streicheln) werden Handlungsplanung und Kreativität sowie eine klare Aussprache, Motorik, Kraftdosierung und Planungsfähigkeit gefördert. Dies wiederum kann eine Steigerung des Selbstwertgefühls bewirken, ebenso wie einen Gewinn an Selbstständigkeit sowie eine Verbesserung der sozialen Integrationsfähigkeit, welche aus der Übertragung des Einfühlungsvermögens auf die Bedürfnisse des Menschen resultiert. Auch das Setzen von klaren Grenzen und das Einüben von Disziplin gelten als übergeordnete Therapieziele, die zu einer Verbesserung des Sozialverhaltens und damit insgesamt zu einer Erhöhung der Lebensqualität führen sollen.

Besteht die Möglichkeit zur Gruppentherapie?

In der Regel ist der Einzelbetreuung der Vorzug zu geben, um intensiv auf den Patienten eingehen zu können, bei entsprechender Eignung kommen aber auch Zweiergruppen.

Wo findet die Therapie statt?

Ort der Therapie ist ein ehemaliger Bauernhof in 97222 Maidbronn, wo auch eine Halle zur Verfügung steht und somit wetterunabhängig gearbeitet werden kann.

Welche Kosten kommen auf mich zu und übernimmt meine Krankenkasse diese?

Die Preise variieren zwischen 51,– und 65,– Euro je Therapieeinheit. Die Rechnungstellung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte und wird von den privaten Krankenkassen erstattet. Für gesetzlich krankenversicherte Patienten stellt die Tiergestützte Therapie eine sog. IGEL-Leistung dar (= individuelle Gesundheitsleistung), für die die Kassen nicht einstehen.

Da es sich bei den Lamaspaziergängen um keine therapeutische Leistung handelt, werden die Kosten von den Teilnehmern selber getragen. Der Preis für einen Lamaspaziergang beträgt 20,– Euro pro Person (Dauer ca. 1,5 Stunden)

Wann sollte man lieber von der Tiergestützten Therapie absehen?

Wenn schwere psychiatrische Erkrankungen, ausgeprägte Tierphobien oder -allergien vorliegen, sollte man eine andere Therapieform in Betracht ziehen, da in diesen Fällen der gewünschte Effekt nicht erreichbar ist.